Wie ihr euch am besten mit Bargeld im Ausland versorgt

Image by mohamed Hassan from Pixabay

Auf Auslandsreisen stellt sich immer die Frage, wie man sich am besten und am günstigsten mit Bargeld versorgt. Geld bar wechseln ist meist keine gute Wahl. Denn da ist der Umtauschkurs meist ungünstig. Einen besseren Kurs bekommt man meist, wenn man sich mit einer EC-Karte oder einer Kreditkarte am nächstbesten Geldautomaten zu versorgen. Und praktisch ist es obendrein. Doch Vorsicht: Das kann richtig teuer werden. Im Normalfall wird dann gleich dreifach bei euch abkassiert. Eure eigene Bank nimmt nämlich nicht nur eine Gebühr für die Abhebung an einem fremden Automaten, sondern zusätzlich auch eine Gebühr für den Auslandseinsatz der Karte. Und natürlich möchte auch die Bank vor Ort, die den Geldautomaten betreibt, etwas an euch verdienen und zieht ebenfalls eine Gebühr ab.

Zumindest die Gebühren eurer eigenen Bank könnt ihr euch leicht sparen. Denn zahlreiche Geldinstitute bieten Kreditkarten an, mit denen ihr kostenlos Geld im Ausland abheben könnt. Kostenlos heißt bei den meisten Instituten allerdings, dass ihr zwar keine Gebühren mehr an eure Bank abdrücken müsst, die Gebühr für die Auslandsbank müsst ihr aber trotzdem zahlen. Das hat auch eine gewisse Logik. Denn diese Gebühr stellt die Auslandsbank eurer Bank in Rechnung. Diese holt sich das Geld deshalb nur von euch wieder.

Sogar die Gebühren der ausländischen Bank werden erstattet
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Es gibt jedoch auch Banken, die euch bei dem Einsatz von bestimmten Kreditkarten sogar die Gebühr des ausländischen Automatenbetreibers erstatten. Die Banken nehmen euch diese Kosten also ab und tragen sie selbst. Warum tun sie das? Ich kann nur vermuten, dass sie das unter dem Posten Marketing-Kosten verbuchen – dass sie euch damit als Kunden gewinnen oder bei der Stange halten wollen. Euch soll es nicht stören. Einziger Haken. Diese Art von Kreditkarten gibt es meist nicht umsonst.

Die Commerzbank zum Beispiel bietet solche Kreditkarten im Rahmen ihres Kontomodells „Premium“ an. Besonders praktisch: Kunden erhalten im Rahmen dieses Kontomodells eine Visa-Karte und eine Mastercard. Für beide Karten sind je 25 Bargeldabhebungen pro Jahr im Ausland kostenlos. Insgesamt kannst du also jedes Jahr 50 Mal kostenlos im Ausland abheben. Und hier meine ich: völlig kostenlos. Auch die Gebühr der ausländischen Bank wird erstattet. Der Preis für dieses Kontomodell: 12,90 Euro pro Monat.

Das scheint auf den ersten Blick teuer. Doch wenn ihr euch häufig im Ausland aufhaltet, lohnt sich das allemal. Ihr müsst euch nämlich vergegenwärtigen, dass euch schon eine einzige Abhebung im Ausland in der Regel noch mehr kostet: Für eine Abhebung in Höhe von umgerechnet 200 Euro fallen etwa 6 Euro Gebühren eurer eigenen Bank an. Hinzu kommen noch 1,75 Prozent für den Auslandseinsatz, das sind nochmal 3,50 Euro. Die Fremdbank nimmt dann gerne nochmal umgerechnet um die 5 Euro Gebühren. Summa summarum: Für eine 200-Euro-Abhebung im Ausland fallen locker 14,50 Euro an. Und das ist kein extremes Beispiel, sondern ein Durchschnittswert! Hebt ihr mehr ab, wird es noch teurer. Schon mit einer einzigen Abhebung im Ausland habt ihr also mehr als die monatlichen Kontogebühren wieder reingeholt. 

Manche Geldautomaten im Ausland bieten übrigens einen festen Umtauschkurs an. Wählt diese Option auf keinen Fall. Denn damit fahrt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit schlechter als wenn einfach nach dem Tageskurs abgerechnet wird

Die Karte nicht im Laden einsetzen

Es empfiehlt sich auch, alles im Ausland benötigte Geld am Automaten abzuheben und nicht im Geschäft oder dem Restaurant mit der Karte zu bezahlen. Denn im Geschäft würden die 1,75 Prozent Gebühr für den Auslandseinsatz sehr wohl anfallen. Das musste ich nachträglich auf meinem Kontoauszug feststellen, als ich das mal ausprobiert habe. Logisch ist etwas anderes… 

Übrigens sind mit den Kreditkarten noch weitere Vorteile verbunden. Zum Beispiel sind einige sinnvolle Versicherungen enthalten: zum Beispiel eine Reise-Rücktrittsversicherung. Dann bekommt ihr euer Geld erstattet, wenn ihr eine gebuchte Urlaubsreise kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen müsst. Oder, noch wichtiger: Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport nach Deutschland per Flugzeug für den Notfall. So ein Transport kann schon mal locker 30.000 Euro kosten, wenn man ihn selbst zahlen muss. Ich wünsche natürlich keinem, dass er das mal in Anspruch nehmen muss. Aber eine Menge gespart hätte er dann schon.

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