Mit nur 25 Euro im Monat ein Vermögen aufbauen

Am heutigen internationalen Frauentag hat mich die Bitte erreicht, mich doch mal wieder mit einem wichtigeren Thema zu befassen. Dem komme ich gerne nach, euer Wunsch ist mir schließlich Befehl. Insgeheim frage ich mich zwar, was es denn Wichtigeres geben könnte als Essen, Fußball und Mobilität, aber diesen Einwand behalte ich lieber für mich. Den Blog schreibe ja für euch und nicht für mich selbst. 

Welches wichtige Thema bietet sich also am Weltfrauentag an? Da fällt mir ohne zu zögern ein: die Geldanlage! Bevor jetzt diejenigen unter euch, die sich (verständlicherweise) doch mehr für die erstgenannten Themen interessieren, diesen Artikel enttäuscht wegklicken, sei euch gesagt: Geldanlage ist weder kompliziert, noch zeitaufwendig, noch braucht ihr dafür Startkapital. Im Grunde reicht es, wenn ihr euch nur ein einziges Mal damit beschäftigt – und zwar am besten jetzt gleich. Glaubt mir, das wird sich für euch bezahlt machen. Nicht sofort, aber auf lange Sicht. Ich behaupte sogar ganz unbescheiden: In zehn, 20, 30 oder noch mehr Jahren werdet ihr mir für meinen Tipp sehr dankbar sein. 

Was also sollt ihr tun? Haltet euch an ein kleines Zauberwort. Es heißt Fondssparplan. Die Finanzbranche hat sich zwar schon viele fiese Produkte einfallen lassen, mit denen sie euch nur das Geld aus der Tasche zieht. Fondssparpläne gehören aber definitiv nicht dazu. Daran verdienen die Banken und Produktanbieter so gut wie nichts. Umso mehr habt ihr daher selbst davon. 

Fondssparpläne funktionieren folgendermaßen: Jeden Monat zahlt ihr einen bestimmten Betrag ein. Davon kauft eure Bank dann Investmentfonds-Anteile. Die Fonds investieren wiederum in Wertpapiere, also in Aktien und Anleihen. Ich empfehle übrigens reine Aktienfonds. Denn die bringen auf lange Sicht am meisten und mit Anleihen kann man im Moment wegen der niedrigen Zinsen kaum etwas verdienen. Viele Banken bieten Fondssparpläne schon ab 25 Euro monatlich an. Das ist weniger als 1 Euro am Tag.

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Das Prinzip dieser Fondssparpläne ist beinahe genial. Denn sie machen sich die Kursschwankungen an der Börse zunutze: Da jeden Monat die gleiche Summe investiert wird (also zum Beispiel 25 Euro), werden bei hohen Kursen automatisch weniger Anteile gekauft und bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile. Das führt dazu, dass ihr im Schnitt günstiger einsteigt als wenn ihr immer eine feste Zahl an Fondsanteilen kaufen würdet. 

Dieser Effekt wird im Fachjargon Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) genannt. Auf Dauer führt dieser Effekt zu einer signifikant höheren Rendite. Zugleich können euch Kursschwankungen an der Börse dann ziemlich egal sein. Ihr profitiert sogar davon. Denn sind die Kurse gerade tief, könnt ihr euch sogar freuen, weil ihr dann mehr Fondsanteile für das gleiche Geld bekommt. 

Wenn ihr jung seid und noch viele Jahrzehnte Zeit habt, bis ihr euch zur Ruhe setzt, dann wird selbst aus nur 25 Euro monatlich bis zur Rente ein hübsches Sümmchen. Aber wenn ihr irgendwann mehr Geld als heute verdient, dann könnt ihr die monatliche Sparrate natürlich auch aufstocken. Ihr könnt aber die Sparraten auch jederzeit reduzieren oder auch komplett aussetzen – je nach Bedarf und Lebenslage. Auch könnt ihr die Fondsanteile jederzeit verkaufen und den Fondssparplan beenden. Das ist zwar nicht empfehlenswert, aber es kann immer eine Situation im Leben auftreten, die das notwendig macht.

Ihr seht also, Fondssparpläne bieten ein Maximum an Flexibilität. Und sie sind auch beim Erwerb günstig. Vor allem, wenn ihr euch für einen ETF-Fondsparplan entscheidet. ETFs sind Fonds, die nicht von teuer bezahlten Menschen gemanagt werden, sondern die einfach nur einen Index abbilden, zum Beispiel den weltweiten Aktienindex MSCI World. Deshalb sind sie sehr kostengünstig.

Um genauer zu erfahren, was ETFs sind und wie sie funktionieren, lest gerne auch nochmal folgenden Beitrag von mir: https://sparwolff.com/2021/02/28/wie-ihr-mit-nur-minimalem-aufwand-erfolgreich-an-der-borse-investiert/

Entscheidet euch also am besten für einen ETF-Fondssparplan auf den MSCI World. Auf diese Weise beteiligt ihr euch bereits ab 25 Euro monatlich an allen wichtigen Unternehmen auf diesem Globus. Und achtet darauf, welche Gebühren euch eure Bank dafür abknöpft. Oftmals bieten Banken Fondssparpläne an, bei denen gar keine oder nur sehr geringe Gebühren anfallen. Erkundigt euch am besten direkt auf der Webseite der Bank. Besonders günstig für diese Zwecke sind Online-Banken oder Broker wie ING-Diba, Consorsbank, Comdirect, Trade Republic oder Scalable. 

Bleibt noch zu klären, Was das Thema Fondssparplan mit dem Weltfrauentag zu tun hat. Nun, statistisch gesehen, sorgen Frauen deutlich weniger als Männer finanziell fürs Alter vor und sind deshalb besonders stark von Altersarmut bedroht. Hinzu kommt, dass Frauen – und zwar in ganz besonderem Maße junge Frauen – im allgemeinen noch risikoscheuer bei der Geldanlage sind als Männer. Von Aktien, Fonds und Börse wollen die meisten Studentinnen oder Berufsanfängerinnen nichts wissen. Das aber ist in Zeiten von Nullzinsen oder sogar Negativzinsen verhängnisvoll. Denn wenn ihr eure Spargroschen nicht an der Börse investiert, sondern nur auf Konten und Sparbüchern versauern lasst, dann erzielt ihr im Lauf der Jahre nicht nur keine Wertzuwächse, sondern euer Geld verliert sogar an Wert: wegen der Inflation. 

Zum Glück aber gibt es ja euch, meine lieben Leserinnen. Weil ich euch jetzt (hoffentlich) von den Vorzügen eines Fondssparplans überzeugt habe, könnt ihr diesen fatalen Fehler vermeiden. Das soll meine männlichen Leser natürlich nicht davon abhalten, es den Damen gleich zu tun. Beim Sparwolff herrscht Gleichberechtigung. Auch am internationalen Frauentag.

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