Clever einkaufen

Manche Menschen durchforsten regelmäßig ihren Kühlschrank oder ihre Vorratskammer nach abgelaufenen Lebensmitteln. Ist bei irgend einem Produkt das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, wird es umgehend entsorgt. Es ist ja dann mit Sicherheit verdorben.

Falls ihr auch zu diesen Menschen gehört, möchte ich euch jetzt mal kurz wachrütteln. Ist euch eigentlich klar, was ihr da für eine Verschwendung betreibt? Die Bezeichnung Mindesthaltbarkeitsdatum dürft ihr durchaus wörtlich nehmen. Sie bedeutet nicht, dass ein Produkt automatisch schlecht wird, wenn das Datum überschritten ist, sondern dass der Hersteller (bei sachgemäßer Lagerung) garantiert, dass es bis zu diesem Datum einwandfrei ist. Die Hersteller gehen hier natürlich auf Nummer sicher. Deshalb sind die meisten Lebensmittel viel länger haltbar als es das Mindesthaltbarkeitsdatum suggeriert.

Anhänger der Sparwolff-Philosophie machen sich dieses Wissen zunutze und suchen im Supermarkt bewusst nach Artikeln, deren Mindesthaltbarkeitsdatum naht und die deshalb günstiger zu haben sind. Zahlreiche Supermärkte bieten solche Lebensmittel nämlich mit einem ordentlichen Rabatt an: Bei Aldi und Netto zum Beispiel gibt es solche Artikel mit 30 Prozent Rabatt, bei Lidl sogar mit einem Discount von 50 Prozent. Auch bei Edeka und Rewe und sogar in zahlreichen Bio-Märkten gibt es solche Lebensmittel des öfteren mit attraktivem Rabatt. Denn die Händler dürfen diese Produkte nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr verkaufen. Also geben sie diese lieber billiger her, bevor sie sie wegwerfen müssen.

Photo by Anna Shvets on Pexels.com

Die Strategie, gezielt nach solchen Produkten zu suchen, hat für euch noch einen weiteren Vorteil: Sie führt automatisch dazu, dass ihr nur die Mengen kauft, die ihr in absehbarer Zeit verzehren werdet. Ihr müsst am Ende also mit großer Wahrscheinlich weniger wegwerfen als wenn ihr riesige Vorräte anschafft, die dann am Ende tatsächlich verfallen, weil die Augen größer als der Magen waren.

Wenn ein Lebensmittel abgelaufen ist, dann vertraut euren Sinnen: Macht den Geruchs- und Geschmackstest. Dann werdet ihr schnell feststellen, ob es noch verzehrbar ist oder nicht. In bestimmten Fällen kann es auch vorkommen, dass ein Produkt schon vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr gut ist. Nach meiner Beobachtung kommt das vor allem bei Frischmilch und Käse relativ häufig vor. Bringt das Produkt dann einfach zurück zum Händler und lasst euch das Geld erstatten. Auch wenn ihr den Kassenzettel nicht mehr habt (wer bewahrt den schon auf?) wird die Kassiererin in aller Regel das Geld auszahlen.

Natürlich lohnt es sich im Supermarkt auch, auf Sonderangebote zu achten. Wenn ihr viel Zeit habt, könnt ihr die wöchentlichen Prospekte der einzelnen Händler studieren und euch überall das Günstigste herauspicken. Eine weniger zeitraubende Strategie ist es, euch einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln anzulegen, die gerade im Sonderangebot sind und lange haltbar sind. Macht es aber bitte nicht wie Loriot in Papa ante Portas. In diesem sehenswerten Filmklassiker kauft der Komiker, der einen frisch pensionierten ehemalige Konzern-Chefeinkäufer spielt, eine ganze Kellerladung voller Senf, weil er sie zu einem besonders günstigen Preis ergattern konnte.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Wenn ihr Lebensmittel zum Sonderpreis kauft, dann überprüft unbedingt den Kassenzettel. Nicht selten kommt es nämlich vor, dass die Kassensysteme nicht mit dem Sonderpreis gefüttert wurden und euch dann doch der reguläre Preis berechnet wird. Das muss ja nun wirklich nicht sein.

Ein Kommentar zu “Clever einkaufen

  1. Haha, schon in jungen Jahren haben der sparwolff und ich kistenweise abgelaufene Joghurts aus m penny nach Hause in unsere WG geholt, um uns als arme Studenten über Wasser zu halten! Wo der sparwolff Recht hat, da hat er Recht!

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