So könnt ihr neue Kinofilme für 1 Euro sehen

Mal ehrlich: Netflix, Amazon Prime oder Sky sind schön und gut. Für etwa zehn Euro im Monat könnt ihr euch dort rund um die Uhr aufwendig produzierte Serien anschauen. Das Angebot an Spielfilmen lässt bei diesen Streaming-Diensten aber doch zu wünschen übrig. Es ist zwar durchaus üppig. Das betrifft allerdings nur die Quantität, leider nicht die Qualität. Mein Eindruck jedenfalls ist: Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, findet ihr bei Netflix & Co., was Spielfilme angeht, im Wesentlichen nur B-Ware.

Es hilft also nichts: Wenn ihr euch einen aktuellen Blockbuster oder auch einen legendären Film-Klassiker ansehen wollt, dann solltet ihr euch anderswo umsehen. An dieser Stelle kann ich übrigens meine Warnung nur wiederholen, die ich kürzlich im Zusammenhang mit dem illegalen Streamen von Fußballspielen ausgesprochen habe: Kommt bloß nicht auf die Idee, euch Filme auf irgendwelchen dubiosen Plattformen im Internet kostenlos herunterzuladen. Das kann böse Folgen nach sich ziehen. Ihr macht euch strafbar und riskiert obendrein saftige Schadenersatzklagen. 

Legal könnt ihr euch Top-Spielfilme im Internet über so genannte Video-On-Demand-Anbieter anschauen. Das hat allerdings seinen Preis. Je nach Anbieter werden hier locker schon mal 4, 5 oder 6 Euro fällig. Pro Film wohlgemerkt!

Doch es geht auch deutlich billiger. Ihr müsst euch nur daran erinnern, wie ihr es früher gemacht habt. Richtig! Rafft euch auf, erhebt euch von euren Sofas und holt euch die Filme in der Videothek! Ja, es gibt sie noch, die Videotheken. Ihre Zahl hat sich zwar in den letzten Jahren deutlich verringert, doch zumindest in deutschen Großstädten findet ihr noch immer einige davon. In Berlin zum Beispiel bekommt ihr in den Filialen von Video World oder Video Center so gut wie jeden aktuellen Blockbuster und sehr viele Filmklassiker in Top-Qualität als DVD oder Blu-ray. 

Und jetzt kommt’s: Die meisten Filialen dieser beiden Ketten nehmen nur 1 Euro pro Film und Tag. Und zwar für jeden Film, also auch für alle Neuerscheinungen. Denn in ihrem Überlebenskampf sehen sich die Videotheken zu diesen Kampfpreisen gezwungen. Euch kann es nur Recht sein. 

Jetzt kommt mir nicht mir der Ausrede, dass ihr gar keinen DVD-Player mehr habt. Sollte das so sein, bekommt ihr ein solches Gerät schon für 30 Euro oder sogar weniger. Eine Investition, die sich lohnt. Denn so schnell werden die letzten Videotheken nicht verschwinden. Hoffe ich jedenfalls.

Mit nur 25 Euro im Monat ein Vermögen aufbauen

Am heutigen internationalen Frauentag hat mich die Bitte erreicht, mich doch mal wieder mit einem wichtigeren Thema zu befassen. Dem komme ich gerne nach, euer Wunsch ist mir schließlich Befehl. Insgeheim frage ich mich zwar, was es denn Wichtigeres geben könnte als Essen, Fußball und Mobilität, aber diesen Einwand behalte ich lieber für mich. Den Blog schreibe ja für euch und nicht für mich selbst. 

Welches wichtige Thema bietet sich also am Weltfrauentag an? Da fällt mir ohne zu zögern ein: die Geldanlage! Bevor jetzt diejenigen unter euch, die sich (verständlicherweise) doch mehr für die erstgenannten Themen interessieren, diesen Artikel enttäuscht wegklicken, sei euch gesagt: Geldanlage ist weder kompliziert, noch zeitaufwendig, noch braucht ihr dafür Startkapital. Im Grunde reicht es, wenn ihr euch nur ein einziges Mal damit beschäftigt – und zwar am besten jetzt gleich. Glaubt mir, das wird sich für euch bezahlt machen. Nicht sofort, aber auf lange Sicht. Ich behaupte sogar ganz unbescheiden: In zehn, 20, 30 oder noch mehr Jahren werdet ihr mir für meinen Tipp sehr dankbar sein. 

Was also sollt ihr tun? Haltet euch an ein kleines Zauberwort. Es heißt Fondssparplan. Die Finanzbranche hat sich zwar schon viele fiese Produkte einfallen lassen, mit denen sie euch nur das Geld aus der Tasche zieht. Fondssparpläne gehören aber definitiv nicht dazu. Daran verdienen die Banken und Produktanbieter so gut wie nichts. Umso mehr habt ihr daher selbst davon. 

Fondssparpläne funktionieren folgendermaßen: Jeden Monat zahlt ihr einen bestimmten Betrag ein. Davon kauft eure Bank dann Investmentfonds-Anteile. Die Fonds investieren wiederum in Wertpapiere, also in Aktien und Anleihen. Ich empfehle übrigens reine Aktienfonds. Denn die bringen auf lange Sicht am meisten und mit Anleihen kann man im Moment wegen der niedrigen Zinsen kaum etwas verdienen. Viele Banken bieten Fondssparpläne schon ab 25 Euro monatlich an. Das ist weniger als 1 Euro am Tag.

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Das Prinzip dieser Fondssparpläne ist beinahe genial. Denn sie machen sich die Kursschwankungen an der Börse zunutze: Da jeden Monat die gleiche Summe investiert wird (also zum Beispiel 25 Euro), werden bei hohen Kursen automatisch weniger Anteile gekauft und bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile. Das führt dazu, dass ihr im Schnitt günstiger einsteigt als wenn ihr immer eine feste Zahl an Fondsanteilen kaufen würdet. 

Dieser Effekt wird im Fachjargon Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) genannt. Auf Dauer führt dieser Effekt zu einer signifikant höheren Rendite. Zugleich können euch Kursschwankungen an der Börse dann ziemlich egal sein. Ihr profitiert sogar davon. Denn sind die Kurse gerade tief, könnt ihr euch sogar freuen, weil ihr dann mehr Fondsanteile für das gleiche Geld bekommt. 

Wenn ihr jung seid und noch viele Jahrzehnte Zeit habt, bis ihr euch zur Ruhe setzt, dann wird selbst aus nur 25 Euro monatlich bis zur Rente ein hübsches Sümmchen. Aber wenn ihr irgendwann mehr Geld als heute verdient, dann könnt ihr die monatliche Sparrate natürlich auch aufstocken. Ihr könnt aber die Sparraten auch jederzeit reduzieren oder auch komplett aussetzen – je nach Bedarf und Lebenslage. Auch könnt ihr die Fondsanteile jederzeit verkaufen und den Fondssparplan beenden. Das ist zwar nicht empfehlenswert, aber es kann immer eine Situation im Leben auftreten, die das notwendig macht.

Ihr seht also, Fondssparpläne bieten ein Maximum an Flexibilität. Und sie sind auch beim Erwerb günstig. Vor allem, wenn ihr euch für einen ETF-Fondsparplan entscheidet. ETFs sind Fonds, die nicht von teuer bezahlten Menschen gemanagt werden, sondern die einfach nur einen Index abbilden, zum Beispiel den weltweiten Aktienindex MSCI World. Deshalb sind sie sehr kostengünstig.

Um genauer zu erfahren, was ETFs sind und wie sie funktionieren, lest gerne auch nochmal folgenden Beitrag von mir: https://sparwolff.com/2021/02/28/wie-ihr-mit-nur-minimalem-aufwand-erfolgreich-an-der-borse-investiert/

Entscheidet euch also am besten für einen ETF-Fondssparplan auf den MSCI World. Auf diese Weise beteiligt ihr euch bereits ab 25 Euro monatlich an allen wichtigen Unternehmen auf diesem Globus. Und achtet darauf, welche Gebühren euch eure Bank dafür abknöpft. Oftmals bieten Banken Fondssparpläne an, bei denen gar keine oder nur sehr geringe Gebühren anfallen. Erkundigt euch am besten direkt auf der Webseite der Bank. Besonders günstig für diese Zwecke sind Online-Banken oder Broker wie ING-Diba, Consorsbank, Comdirect, Trade Republic oder Scalable. 

Bleibt noch zu klären, Was das Thema Fondssparplan mit dem Weltfrauentag zu tun hat. Nun, statistisch gesehen, sorgen Frauen deutlich weniger als Männer finanziell fürs Alter vor und sind deshalb besonders stark von Altersarmut bedroht. Hinzu kommt, dass Frauen – und zwar in ganz besonderem Maße junge Frauen – im allgemeinen noch risikoscheuer bei der Geldanlage sind als Männer. Von Aktien, Fonds und Börse wollen die meisten Studentinnen oder Berufsanfängerinnen nichts wissen. Das aber ist in Zeiten von Nullzinsen oder sogar Negativzinsen verhängnisvoll. Denn wenn ihr eure Spargroschen nicht an der Börse investiert, sondern nur auf Konten und Sparbüchern versauern lasst, dann erzielt ihr im Lauf der Jahre nicht nur keine Wertzuwächse, sondern euer Geld verliert sogar an Wert: wegen der Inflation. 

Zum Glück aber gibt es ja euch, meine lieben Leserinnen. Weil ich euch jetzt (hoffentlich) von den Vorzügen eines Fondssparplans überzeugt habe, könnt ihr diesen fatalen Fehler vermeiden. Das soll meine männlichen Leser natürlich nicht davon abhalten, es den Damen gleich zu tun. Beim Sparwolff herrscht Gleichberechtigung. Auch am internationalen Frauentag.

Fahrrad mieten statt kaufen. Das lohnt sich!

Das Fahrrad gilt ja als ein besonders kostengünstiges Verkehrsmittel. In Berlin, der Großstadt, in der ich lebe, genießt es diesen Ruf allerdings völlig zu Unrecht. Im Gegenteil: Manchmal scheint es mir, als wäre ich sogar mit einem Auto billiger unterwegs. Aus unerklärlichen Gründen nämlich sind hier ausgerechnet die rechten Fahrstreifen und die Fahrradwege häufig übersäht mit Glassplittern.  

Die Folge: Regelmäßig habe ich einen „Platten“ und muss zum Fahrradladen. Doch nicht nur die Reifenpannen gehen ins Geld. Ständig zwickt es meinem klapprigen Gefährt irgendwo: In schöner Regelmäßigkeit erwischt es das Vorderlicht, das Rücklicht, die Bremsen, die Gangschaltung oder das Hinterrad bekommt einen heftigen Seitenschlag ab (vulgo: einen fetten Achter). 

Noch ärgerlicher aber ist, dass ich mir ständig existenzielle Sorgen um mein Fahrrad machen muss. Alle 17 Minuten nämlich wird in Berlin ein Fahrrad gestohlen. Insgesamt sind es 30.000 pro Jahr. In den vergangenen 21 Jahren (so lange lebe ich schon in Berlin) sind mir dadurch bereits mindestens ein halbes Dutzend Fahrräder abhanden gekommen. Die Diebe schlagen nicht nur nachts, sondern auch am hellichten Tag zu. In vielen Fällen handelt es sich wohl um organisierte Banden. Die lassen sich auch von dicken Kettenschlössern nicht abschrecken. Denn sie sind natürlich mit dem passenden Werkzeug ausgestattet, um die Schlösser zu knacken. Die Aufklärungsquote ist gleich null. Ich habe gelesen, dass die meisten Fahrräder später auf irgend einem Flohmarkt in Osteuropa wieder auftauchen.

Ähnlich wie mir erging es meinem Kumpel Matthias. Auch ihm sind schon einige Fahrräder abhanden gekommen, auch er fluchte über permanenten Reparaturbedarf. Anders als ich hat Matthias daraus allerdings bereits Konsequenzen gezogen: Er besitzt schon längst kein eigenes Fahrrad mehr, sondern er mietet nur noch und ist damit richtig happy.

Natürlich geht Matthias zu diesem Zweck nicht zum Laden an der Ecke, der Fahrräder für zehn Euro am Tag an Touristen vermietet. Er ist Kunde bei Swapfiets. Der Anbieter hat sich auf die Langzeitvermietung von Fahrrädern spezialisiert. Sie nennen es Fahrrad-Abo. Das Prinzip: Euch wird dauerhaft ein solides Fahrrad zur Verfügung gestellt. Wenn etwas kaputt geht, kümmert sich Swapfiets darum. Swapfiets garantiert eine Reparatur innerhalb von 48 Stunden und schickt einen Service-Mitarbeiter (einen „Swapper“) vorbei. Ist das Fahrrad nicht mehr reparabel, wird es ersetzt. Noch schneller geht es in der Regel mit dem Service, wenn ihr euch direkt in einen der Swapfiets-Stores begibt. 

Und wenn das Fahrrad gestohlen wird? Dann müsst ihr einmalig 60 Euro zahlen. Der Rest wird durch eine Fahrradversicherung abgedeckt, die im monatlichen Abo-Preis inbegriffen ist. Voraussetzung ist lediglich, dass das Rad abgeschlossen war. In diesem Fall bekommt ihr natürlich auch ein Ersatzfahrrad. 

Wenn ihr euch für Swapfiets interessiert, dürft ihr nicht besonders anspruchsvoll sein, was das Design und die Ausstattung des Fahrrads angeht. Es gibt lediglich zwei Modelle in einheitlicher Farbe zur Auswahl: das „Deluxe 7“ Rad mit sieben Gängen und das „Original“, ein Hollandrad ganz ohne Gangschaltung. Darüber hinaus gibt es noch einen Elektroroller, den E-Kick, sowie ein Elektro-Moped, den E-Scoot 1800. Swapfiets gibt es übrigens nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Düsseldorf, Mannheim, Bremen und in rund 20 weiteren deutschen Städten.

Und was kostet Swapfiets nun? Die Preise können von Stadt zu Stadt variieren. In Berlin zahlt ihr für das Deluxe-Rad knapp 20 Euro pro Monat, das einfache Hollandrad ist drei Euro billiger, der E-Kick kostet 40 Euro und der E-Scoot immerhin stolze 119,50 Euro. Für Studenten (pardon, heute soll man ja geschlechtsneutral Studierende sagen) gibt es Ermäßigung. Für das Deluxe 7 zum Beispiel zahlt ihr dann nur 18,50 Euro im Monat. Hinzu kommen für alle (also Studierende oder nicht) noch einmalige Bereitstellungskosten von 19,50 Euro. Die fallen aber weg, wenn ihr euch für mindestens sechs Monate an Swapfiets bindet. 

Ich habe mal eine kleine Rechnung aufgestellt, um für euch die Kosten für ein eigenes Fahrrad mit denen für ein Swapfiets-Abo zu vergleichen. Ich bin bei meiner Kalkulation davon ausgegangen, dass ihr das Fahrrad täglich nutzt, um damit zur Arbeit oder zur Uni zu fahren.

Bei Swapfiets ist die Rechnung einfach. Ich veranschlage dafür 22 Euro monatlich für die Deluxe 7 Version. Denn zum Holland-Rad ohne Gangschaltung würde ich euch nicht raten. Warum veranschlage ich aber 22 und nicht 20 Euro? Weil ich einen kleinen Sicherheitsaufschlag für den Fall des Diebstahls einkalkuliere. Ihr erinnert euch: Wenn das Fahrrad gestohlen wird, seid ihr mit 60 Euro Eigenbeteiligung dabei. 

Wie sieht es nun mit dem eigenen Fahrrad aus? Hier komme ich auf monatliche Kosten von 26 Euro. Ich habe folgendermaßen gerechnet. Anschaffungskosten eines mit dem Deluxe 7 Modell von Swapfiets vergleichbaren Fahrrads: 400 Euro. Lebensdauer bei täglichem Gebrauch: fünf Jahre. Vielleicht kommen euch diese fünf Jahre etwas kurz vor, aber hier habe ich das Diebstahlrisiko als lebensverkürzende Maßnahme mit einkalkuliert. Alternativ könntet ihr natürlich auch eine eigene Fahrradversicherung abschließen. Das würde die rechnerische Lebensdauer eures Fahrrads zwar verlängern, dafür hättet ihr aber auch höhere Kosten. Denn Fahrradversicherungen sind nicht billig.

Pro Monat schlagen die Anschaffungskosten also mit knapp 7 Euro zu Buche. Hinzu kommt eine jährliche Wartung zum Preis von 50 Euro, also 4 Euro monatlich. Die Reparatur- und sonstigen Gebrauchskosten veranschlage ich mit im Schnitt mit etwa 15 Euro monatlich. Habe ich diese Kosten zu hoch angesetzt? Ich glaube nicht. Ihr müsst euch nämlich darüber im Klaren sein, dass schon die Reparatur eines Platten 15 bis 20 Euro kostet und dass ihr ja auch immer wieder Ersatzteile aufgrund von Verschleiß benötigt. 

Insgesamt kostet euch das eigene Fahrrad nach meiner Rechnung also rund 4 Euro mehr im Monat als das Swapfiets-Rad. Das ist kein sehr großer Unterschied. Bedenkt aber eines: Beim eigenen Fahrrad besteht für euch immer das Risiko, dass es euch mit den Pannen besonders schlimm erwischt. Bei Swapfiets bekommt ihr dagegen die Vollkasko-Variante. Das kann sehr beruhigend sein.

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Wenn ihr handwerklich geschickt seid und kleinere Dinge selbst repariert, sieht die Rechnung natürlich schon wieder ganz anders aus. Ihr solltet dann aber auch die investierte Zeit einberechnen, die ihr vielleicht sinnvoller oder angenehmer nutzen könntet.

Warum ich selbst noch nicht auf Swapfiets umgestiegen bin? Momentan fahre ich gerade ein Rad, das in so erbarmungswürdigem Zustand ist, dass sich Diebe offenbar nicht dafür interessieren. Auch eine Panne hatte ich erstaunlicherweise schon seit einigen Wochen nicht mehr. Den nächsten größeren Schaden werde ich aber wohl nicht mehr reparieren lassen. Und sollte dieses Rad doch noch gestohlen werden, werde ich es auch nicht mehr ersetzen, sondern www.swapfiets.de in den Browser meines Laptops eintippen. 

Gratis und legal Live-Fußball schauen

Fußball gucken ist eine kostspielige Angelegenheit geworden. Wer kein Spiel seiner Lieblingsmannschaft aus Bundesliga oder 2. Liga verpassen will, muss heute Abos bei verschiedenen Pay-TV-Sendern (Sky, DAZN) abschließen. Das kann sich nicht jeder leisten.  

Ich kann mir schon denken, womit manche von euch jetzt rechnen. Ihr meint, ich werde euch empfehlen, die Spiele einfach kostenlos über irgendein dubioses Portal zu streamen. Da kann ich nur sagen: Falsch gedacht! Denn ich geriete in Teufels Küche, wenn ich euch zu etwas Illegalem anstiften würde. Ja, viele von euch wollen es vielleicht nicht wahrhaben, aber ich muss es hier nochmal betonen: Das kostenlose Streamen von bezahlpflichtigen Inhalten (also zum Beispiel auch von Spielfilmen) ist illegal! Wenn ihr Pech habt, dann kann euch das mächtig viel Ärger einhandeln. Denn es handelt sich um eine Straftat. Überdies müsst ihr damit rechnen, dass die Rechteinhaber sich bei euch melden und Schadenersatzansprüche fordern – samt saftiger Anwaltskosten. Über eure IP-Adresse könnt ihr leicht ermittelt und ausfindig gemacht werden. Lasst also die Finger davon!

Und mal ehrlich, das illegale Streaming macht doch einfach keinen Spaß. Die Übertragungsqualität ist meist schäbig bis miserabel und wenn’s spannend wird, dann stürzt fast immer der Server ab. (Ich spreche selbstverständlich nicht aus eigener Erfahrung, sondern vom Hörensagen)

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Eine andere nahe liegende Möglichkeit wäre es, euch zu empfehlen, Fußball in einer Kneipe anzuschauen (Natürlich erst nach dem Lockdown). In Fußballkneipen gibt es oft Großbildleinwände und gute Stimmung. Doch leider kann es auch sehr schnell ins Geld gehen, in einer solchen Kneipe Stammgast zu werden. Wenn es ganz dumm läuft, werdet ihr dort überdies zu Alkoholikern und bekommt Lungenkrebs. Denn viele Fußballkneipen sind gleichzeitig auch Raucherkneipen.  

Völlig kostenlos bei bester Übertragungsqualität ist es dagegen, wenn ihr zum Fußball schauen in ein Wettbüro geht. (Auch da natürlich erst nach dem Lockdown. Aber es deutet aktuell ja einiges darauf hin, dass es nicht mehr lang dauern dürfte, bis Geschäfte und damit auch Wettbüros wieder öffnen dürfen.) Wettbüros gibt es in deutschen Großstädten gefühlt inzwischen mehr als Fußballkneipen.

Fast alle Wettbüros übertragen alle wichtigen Fußballspiele. Wenn es euch nicht überfordert, könnt ihr sogar mehrere Spiele parallel schauen. An Champions-League-Abenden kann das nochmal für einen ganz besonderen Kick sorgen. Denn die Wettbüros sind voller TV-Bildschirme, auf denen fast nur Fußball läuft (ok, manchmal werden auch Pferde- oder Hunderennen übertragen, aber die könnt ihr ja einfach ignorieren). Besonders empfehlen kann ich übrigens die Wettbüros von Albers Wettbörse, die es in fast jeder deutschen Großstadt gibt.

Ihr wettet grundsätzlich nicht, schon gar nicht um Geld? Das ist sehr löblich. Aber ihr könnt ganz beruhigt sein. Im Wettbüro müsst ihr gar nicht wetten. Kein Mensch wird euch je dazu auffordern. Mir ist das jedenfalls nie passiert. Ihr müsst also nur standhaft bleiben und euch von der besonderen Atmosphäre nicht doch zum Zocken hinreißen lassen. Denn mit Wetten könnt ihr auf Dauer sowieso nur verlieren. Und zwar viel Geld. (Aber natürlich spricht auch nichts dagegen, es einmal auszuprobieren. Es sollte dann aber wirklich bei diesem einen einzigen Mal bleiben). Traut euch also und geht einfach rein. Einzige Voraussetzung: Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein.

Zugegeben, im Wettbüro ist es meist nicht so stimmungsvoll wie in der Kneipe. Doch auch dort könnt ihr nette Gemeinschaftserlebnisse mit anderen Fußballfans haben. Das Publikum in Wettbüros ist meiner Beobachtung nach jedenfalls bunt gemischt und sehr international. Auch wenn, zugegeben, der Frauenanteil in der Regel relativ übersichtlich ist. Ob ihr dort Kontakte knüpfen wollt oder nicht, bleibt letztlich euch überlassen. Ihr könnt dort auch in aller Ruhe Fußball schauen, ohne auch nur ein einziges Getränk bestellen zu müssen. Denn eine Bedienung gibt es dort sowieso nicht. Höchstens einen Getränkeautomaten. Darüber hinaus ist der regelmäßige Aufenthalt dort auch gesünder als in der Kneipe. Denn in Wettbüros herrscht Rauchverbot.

Für diejenigen unter euch, die ich partout nicht dazu überreden kann, ins Wettbüro zu gehen, habe ich aber auch noch einen Tipp: Teilt euch eure Abo-Kosten für Sky und DAZN mit Freunden. Je nach Abo-Vertrag können nämlich mehre Leute parallel schauen. Erkundigt euch hier bei Vertragsabschluss aber unbedingt, wie das genau läuft. Sonst kann es euch passieren, dass ihr plötzlich aus der Übertragung rausfliegt, wenn sich ein anderer unter euren Benutzerdaten anmeldet. Alles schon vorgekommen.

Asiatisch kochen: köstlich und kostengünstig

Seid ihr auch oft so enttäuscht wie ich, wenn ihr asiatisch essen geht? Ich habe meine gute Freundin Inai, die aus Asien stammt, mal gefragt, ob sie wie ich der Meinung ist, dass die meisten Restaurants mit fernöstlicher Küche in Deutschland nicht viel taugen – ob sie nun angeblich chinesische, indische, indonesische, thailändische, vietnamesische oder philippinische Küche anbieten.

Auf dieses Thema angesprochen, redete sich Inai, eigentlich eine äußerst fröhliche und liebenswürdige Person, sofort in Rage: „Du drückst es noch viel zu freundlich aus. Diese pseudo-asiatischen Küchen sind schlichtweg eine Zumutung! Das schmeckt doch irgendwie alles gleich. Warum? Weil sie hemmungslos überwürzen und einem dann noch eine gute Portion Geschmacksverstärker gratis obendrauf geben“. Selten habe ich Inai so wütend erlebt.

Vielleicht denken die Betreiber dieser Restaurants ja, dass ihre deutschen Gäste es nicht anders wollen. Schon öfter ist mir jedenfalls aufgefallen, dass einige chinesische Restaurants neben der normalen Karte noch eine chinesische Ausgabe mit ganz anderen Gerichten haben – die sie aber nur herausrücken, wenn Landsleute kommen. Sie können es also schon, wenn sie wollen ….

Doch selbst wenn man als Deutscher das Glück hätte, diese chinesische Originalkarte vorgelegt zu bekommen: Ohne zumindest rudimentäre Mandarin-Kenntnisse würde sie einem wohl kaum weiterhelfen.

Ich selbst habe jedenfalls längst meine Konsequenzen gezogen und gehe nur noch selten asiatisch essen – auch deshalb, weil ich ja nun sparen muss. Stattdessen habe ich mir angewöhnt, immer mal wieder selbst asiatisch zu kochen und auch neue Gerichte auszuprobieren. Das schmeckt definitiv besser als in den meisten asiatischen Restaurants in Deutschland und ist obendrein deutlich kostengünstiger.

An dieser Stelle kommt wieder Inai ins Spiel. Sie hat nämlich asiatische Kochbücher ins Deutsche übersetzt und widmet dem Thema Kochen auch viel Platz in ihrem Blog Simply-inais-blog.de Schaut mal rein. Da läuft euch das Wasser im Munde zusammen. Inai hat selbstverständlich alle Rezepte selbst ausprobiert. Und sie verrät euch auch, wie einfach und günstig die Zutaten besorgt werden können.

Das Besondere an Inais Kochtipps ist ihre Vielfalt: Sie hat für euch Rezepte nicht nur aus einem Land, sondern aus ganz Süd-Ost-Asien parat. Eine Art „best of asia“ sozusagen. Für mich waren sie der Anstoß, es einmal selbst mit dem Kochen von asiatischen Gerichten zu probieren. Es ist gar nicht so schwer.

Außerdem gibt es noch viele andere interessante Themen in Inais Blog zu entdecken: von nützlichen Tipps für alle Lebenslagen bis hin zu ganz verblüffenden Erkenntnissen. Schaut einfach mal rein in Simply-inais-blog.de, betreut von einer charmanten Asiatin, in dem ihr immer wieder etwas Neues findet und natürlich auch stets euer Feedback abgeben könnt.

Wie ihr mit nur minimalem Aufwand erfolgreich an der Börse investiert

In meinen letzten Post habe ich euch anhand der Kurskapriolen der GameStop-Aktie den Unterschied zwischen spekulieren und investieren deutlich gemacht: Wer sich von dem Hype um GameStop verführen ließ und die Aktie in der Hoffnung auf schnelle Gewinne gekauft hat, der hat sich definitiv fürs Spekulieren entschieden – und vermutlich ordentlich Lehrgeld bezahlt.

Dabei ist es im Grunde so einfach, erfolgreich an der Börse zu sein: durch kluges investieren. Die beiden wichtigsten Regeln dabei lauten: nicht alles auf eine Karte setzen und viel Geduld haben. Expertise müsst ihr hingegen keine mitbringen. Wenn ihr euch selbst nicht mit der Auswahl der Aktien beschäftigen wollt, weil es euch nicht interessiert oder ihr keine Zeit habt – kein Problem. Ihr könnt trotzdem mühelos in ganze Regionen oder sogar in der ganzen Welt investieren. Und das mit nur wenigen oder sogar nur mit einem einzigen Wertpapier.

Das Zauberwort lautet ETF. Der Begriff steht für Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Fonds. Bei ETFs gibt es keine hochbezahlten Fondsmanager, die aussichtsreiche Aktien auswählen. ETFs investieren einfach in den gesamten Markt. Ein einleuchtendes Beispiel ist ein ETF auf den Deutschen Aktienindex (DAX). Für diejenigen, die es noch nicht wissen: Der DAX ist sozusagen die erste deutsche Börsenliga und umfasst die 30 (bald 40) wichtigsten deutschen Aktien. 

Statt einzelne Aktien aus dem DAX herauszupicken, verteilt der ETF das Kapital der Anleger einfach gleichmäßig auf alle 30 DAX-Werte. Mit einem DAX-ETF könnt ihr den DAX also nicht schlagen, ihr könnt aber auch kaum schlechter abschneiden als der DAX. Ihr bekommt immer in etwa den Durchschnitt. 

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Wahrscheinlich fragt ihr euch jetzt, warum ich euch rate, euch mit einem durchschnittlichen Ergebnis an der Börse zu begnügen. Antwort: Weil es die sicherere und bequemere Variante für euch ist. Wollt ihr mehr, müsst ihr entweder selbst Aktien kaufen oder euch für gemanagte Fonds (auch aktive Fonds genannt) entscheiden. Das Problem: Die große Mehrzahl dieser Fonds schneidet schlechter als der Index ab, an dem sie sich orientieren. Sie sind also nicht einmal Durchschnitt. 

Das liegt im Wesentlichen an den hohen Gebühren, die ihr für diese Fonds zahlt: In der Regel behalten aktive Fonds Jahr für Jahr 1,5 bis 2 Prozent eurer Investitionssumme ein. Diese Gebühren ziehen sie laufend vom Fondsvermögen ab, ohne dass ihr es unmittelbar merkt. Doch auf Dauer belasten sie die Performance erheblich. Mit anderen Worten: Sie drücken eure Renditen. Darüber hinaus fällt bei aktiven Aktienfonds in der Regel ein Ausgabeaufschlag von bis zu 5 Prozent der Anlagesumme an. Den müsst ihr erst mal wieder hereinholen, ehe ihr den ersten Euro Gewinn erzielt. 

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Bei ETFs sind die Gebühren deutlich geringer. In der Regel liegen sie zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. Denn sie benötigen keine teuren Fondsmanager. Und das wiederum wirkt sich langfristig positiv auf die Rendite aus. Auch Ausgabeaufschläge gibt es bei ETFs keine, denn die erwerbt ihr direkt über die Börse. Dabei fällt zwar Transaktionsgebühr an. Die ist aber in aller Regel deutlich geringer als der Ausgabeaufschlag, der bei aktiven Fonds fällig wird. Bei günstigen Brokern sind die Transaktionsgebühren besonders niedrig oder entfallen sogar ganz (siehe meinen vorherigen Post „Lasst euch vom GameStop-Desaster nicht entmutigen“).

ETFs gibt es übrigens nicht nur auf den DAX, sondern auch auf alle möglichen anderen Branchen- Länder- oder Regionenindizes oder sogar auf den Weltaktienindex MSCI World. Mit einem solchen ETF bildet ihr also den gesamten Weltaktienmarkt, bestehend aus gut 1.600 der größten und bedeutendsten börsennotierten Unternehmen rund um den Globus ab. Dazu gehören zum Beispiel Technologiegiganten wie Microsoft, Apple, Amazon, Facebook, Tesla oder SAP, aber auch seit Jahrzehnten erfolgreiche Traditionskonzerne wie JP Morgan Chase, Nestlé, Adidas, Johnson & Johnson, Exxon oder Siemens. All diese Top-Unternehmen und noch viele weitere könnt ihr also im Prinzip mit nur einem einzigen Wertpapier abdecken. 

In den vergangenen Jahrzehnten hättet ihr pro Jahr im Schnitt rund 7 bis 8 Prozent Rendite mit einem solchen simplen Investment in den Weltaktienmarkt erzielt. Nicht schlecht, oder? Allerdings müsst ihr euch darüber im Klaren sein, dass es an der Börse auch mal gewaltig krachen kann – so wie zum Beispiel nach dem Ausbruch der Corona-Krise im Februar/März 2020. Je länger aber die Anlagedauer desto weniger spielen solche Rückschläge für euch eine Rolle. Denn auf lange Sicht streben die Aktienmärkte nach oben. So ist es jedenfalls in der Vergangenheit immer gewesen.

Jetzt wollt ihr sicher wissen, welchen ETF auf den MSCI World ich empfehle. Nun, da bin ich ganz ehrlich: Bei der Auswahl des oder der konkreten Fonds würde ich den Kollegen des Verbraucherportals Finanztip vertrauen. Die beschäftigen sich schon seit vielen Jahren damit und vergleichen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Produkte. Hier ein Link zu der entsprechenden Finanztip-Seite: https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/msci-world-etf-vergleich/

Die Unterschiede der einzelnen Fonds sind aber sowieso nur minimal. Entscheidend ist, dass ihr überhaupt investiert; je früher, desto besser.

Viele von euch werden jetzt zu Recht einwenden: „Leider habe ich gar kein Geld, das ich anlegen könnte.“ Dem halte ich entgegen: Um in ETFs zu investieren, braucht ihr kein Startkapital. Ihr müsst lediglich 25 Euro von eurem monatlichen Budget dafür abzwacken. Das ist weniger als 1 Euro am Tag! Das kriegt ihr doch wohl hin. Denn ab 25 Euro monatlich könnt ihr bei vielen Banken und Brokern einen ETF-Fondsparplan abschließen. Wie ein solcher Sparplan funktioniert und warum er sich für absolut jeden von euch lohnt, erkläre ich euch in meinem nächsten Beitrag!

Lasst euch vom GameStop-Desaster nicht entmutigen und investiert am Aktienmarkt!

Egal, ob ihr euch für die Börse interessiert oder nicht, von den Vorgängen rund um die Aktie des Spielehändlers GameStop habt ihr sicher alle gehört. Was da passiert ist, war ja auch äußerst spektakulär und hat sogar erfahrene Börsenprofis völlig überrumpelt. Vielleicht hat es einigen von euch in den Fingern gejuckt, es auch mal mit Aktien zu probieren – oder ihr seid sogar tatsächlich bei GameStop oder einer anderen hochgejubelten Aktie eingestiegen. Solltet ihr dabei einen Gewinn erzielt haben: mein aufrichtiger Glückwunsch!

Die meisten, die bei dem Hype mitgemacht haben, dürften sich mit GameStop & Co. allerdings die Finger verbrannt haben. Zwar sind die Kurse dieser Aktien innerhalb weniger Tage in aberwitzige Höhen gestiegen, doch anschließend sind sie ebenso rasant wieder abgestürzt. 

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An dieser Stelle nochmal zur Erinnerung, was eigentlich genau geschehen ist: Hedgefonds (das sind Investmentfonds für professionelle Anleger) waren auf die Aktien des schwächelnden US-Spielehändlers GameStop aufmerksam geworden, weil sie aus ihrer Sicht viel zu hoch bewertet, also zu teuer waren. Daraus wollten sie einen Profit schlagen. Also beschlossen sie, auf fallende Kurse zu setzen und die Aktie leer zu verkaufen. Bei Leerverläufen werden Aktien verkauft, die man gar nicht besitzt. Zu diesem Zweck leihen sich die Leerverkäufer die Aktien (zum Beispiel von Fondsgesellschaften) gegen eine geringe Gebühr. Wenn die Rechnung aufgeht, kaufen die Leerverkäufer die Aktien später zu einem günstigeren Kurs zurück und händigen sie wieder an ihre Eigentümer aus. Die Differenz zwischen dem höheren Verkaufspreis und dem späteren niedrigeren Kaufpreis ist ihr Gewinn.

Hedgefonds wurden auf dem falschen Fuß erwischt

Doch in diesem Fall passierte etwas, womit die Hedgefonds nicht rechnen konnten: Zahlreiche Kleinanleger fanden sich über das Reddit-Forum WallStreetBets zusammen und beschlossen, die GameStop-Aktie zu kaufen und damit gegen die Hedgefonds zu spekulieren. Mit ihrer konzertierten Aktion lösten die Kleinanleger innerhalb von wenigen Tagen einen sensationellen Höhenflug der GameStop-Aktie aus. 

Das wiederum brachte die Hedgefonds in die Bredouille. Denn da der Kurs der Aktie nicht wie von ihnen erwartet fiel, sondern stark anstieg, mussten sie gegensteuern. Die leerverkauften Aktien mussten sie ja an die Eigentümer zurückgeben. Also kauften die Hedgefonds notgedrungen GameStop-Aktien und befeuerten so den Kursanstieg weiter. Das gleiche Spiel wiederholte sich später übrigens mit einigen anderen Aktien, auch mit denen von deutschen Firmen wie Evotec oder Varta.

Ein Medienspektakel

Einige Medien fanden Gefallen an dem ungewöhnlichen Spektakel. Sie sprachen von einer Revolution der Kleinanleger und von einem Kampf David gegen Goliath. Doch bald kam es, wie es kommen musste: Der Kurs der GameStop-Aktie stürzte fast so schnell wieder ab, wie er zuvor gestiegen war. Zurück blieben zahlreiche frustrierte Kleinanleger, welche die Aktie teuer gekauft hatten und nicht rechtzeitig wieder losgeworden waren.

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Bleibt zu hoffen, dass ihr euch von diesen Vorgängen nicht entmutigen lasst, in Aktien zu investieren. Denn grundsätzlich gibt es gerade für junge Leute keine bessere Anlageklasse als Aktien im Hinblick auf die Altersvorsorge – zumal ihr für das gute alte Sparbuch, aber auch für Festgeld, Tagesgeld und Anleihen heute praktisch keine Zinsen mehr bekommt. 

Einstieg lohnt sich schon ab wenigen hundert Euro

Glücklicherweise gibt es heute Anbieter, über die der Einstieg am Aktienmarkt kinderleicht und schon ab einigen hundert Euro möglich ist. Über Plattformen wie Trade Republic, Scalable oder Degiro könnt ihr Aktien extrem günstig handeln. Lasst euch aber durch diese günstigen Preise nicht dazu verleiten, mit Aktien zu zocken. Das endet früher oder später im Desaster (siehe GameStop). Sucht euch stattdessen einige interessante Aktien aus, deren Geschäftsmodell euch überzeugt, kauft sie und lasst sie idealerweise jahrelang liegen. Das kann sehr viel Spaß machen und ist zudem auf Dauer äußerst lukrativ.

Falls ihr euch aber von der Aktienauswahl überfordert fühlt – was ich durchaus nachvollziehen kann, könnt ihr auch ETFs kaufen. Das sind günstige Fonds, die den Aktienmarkt abbilden. Diese könnt ihr ebenfalls günstig über die oben genannten Plattformen erwerben. In Kürze werde ich in einem weiteren Beitrag nochmals genauer auf Aktien und ETFs eingehen. Dann erkläre ich euch auch, was ein Fondssparplan ist und warum ihr damit eigentlich nichts falsch machen könnt. Versprochen! Der Sparwolff lässt euch doch nicht hängen!

Feilschen, was das Zeug hält

Im Auslandsurlaub ist es gang und gäbe: Leidenschaftlich feilscht ihr mit dem Straßenhändler, um den Preis für ein ohnehin günstiges T-Shirt oder eine billige Sonnenbrille weiter zu drücken. Am Schluss spart ihr bei der Aktion vielleicht umgerechnet 50 Cent und fühlt euch glücklich.

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In der Heimat, wo es meist um viel höhere Beträge geht, ist aber bisher kaum einer von euch auf die Idee gekommen zu feilschen, stimmt’s? Dabei ist das auch bei uns erlaubt – schon seit 20 Jahren. Damals hat die rot-grüne Bundesregierung das 1933 von den Nazis eingeführte Rabattgesetz samt Zugabeverordnung gekpippt. Laut diesem Gesetz durften Händler ihren Kunden maximal drei Prozent Rabatt bei Barzahlung einräumen. Doch diese Grenze gilt nicht mehr. Seit 2001 darf auch in Deutschland hemmungslos gefeilscht werden. 

Eine Mentalitätsfrage

Doch warum passiert das im Alltag kaum? Ich vermute, es hat auch ein Stückweit mit der deutschen Mentalität zu tun. Die Deutschen lieben klare Regeln und Vorgaben. Der vom Händler genannte Preis wird als Festpreis wahrgenommen, den man anstandslos akzeptiert. Nur im Urlaub ist das nicht so, denn dort möchte man ja den Alltagsregeln mal für ein paar Wochen entfliehen. Außerdem steckt wohl das Vorurteil in unseren Köpfen, dass man in südlichen Urlaubsländern sowieso übers Ohr gehauen wird, wenn man die Preise nicht herunterhandelt. 

Ich kann nur raten: Probiert es auch zuhause einfach mal aus mit dem feilschen. Ihr werdet euch wundern, wo überall Rabatte drin sind. Ok nicht wirklich überall. Wenn ihr im Restaurant bestellt, ist es vielleicht ein wenig unangebracht, die Bedienung zu fragen, ob ihr das Schnitzel für 8 Euro statt 12,90 Euro bekommen könnt. Auch im Supermarkt dürfte es schwierig werden, die Markenbutter an der Kasse von 1,39 Euro auf 1 Euro runterzuhandeln. Aber zahlreiche Händler lassen durchaus mit sich reden. Auch und gerade bei größeren Anschaffungen, wenn es um viel Geld geht. 

Probiert es auch bei großen Handelsketten aus

Der Konkurrenzdruck durch den Online-Handel hat die Bereitschaft vieler stationären Händler in den letzten Jahren sogar noch erhöht, Zugeständnisse beim Preis zu machen, wenn ein Kunde darauf besteht. Dazu gehören keineswegs nur kleine Händler, sondern auch einige ganz große wie die Elektromarktketten MediaMarkt und Saturn. Wenn der Artikel eurer Wahl zum Beispiel beim Online-Riesen Amazon billiger ist, dann wird der Verkäufer bei MediaMarkt oder Saturn in aller Regel bereit sein, euch diesen Artikel zum Amazon-Preis zu geben. Am besten ihr ruft diesen Artikel in Gegenwart des Verkäufers bei Amazon auf und zeigt ihm den Preis auf eurem Handy. Ihr werdet sehen, das kann Wunder wirken. 

Ich wage die Prognose: Wenn ihr einmal mit dem Feilschen angefangen habt, dann könnt ihr es irgendwann nicht mehr lassen. Aber bitte übertreibt es nicht und treibt die kleinen Händler mit gnadenlosem Gefeilsche um den letzten Cent nicht in den Ruin. Und zeigt euch, dank des vielen gesparten Geldes durch erfolgreiches Feilschen, beim Frisör oder im Restaurant umso großzügiger mit dem Trinkgeld. 

Kauft bloß keine Gutscheine!

Gutscheine sind eine prima Sache, so scheint es. Statt euch den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, was ihr einer bestimmten Person zum Geburtstag, zu Weihnachten oder zu welchem Anlass auch immer schenken könntet, besorgt ihr einfach einen Gutschein im Handel. Dann kann sich die begünstigte Person später in aller Ruhe selbst ein Geschenk nach ihrem Geschmack aussuchen. Eine Win-Win-Situation also für Schenker und Beschenkte. Problem gelöst.

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Die Wahrheit ist jedoch eine ganz andere. Statistisch kann ich es zwar nicht belegen, eine Umfrage im Bekanntenkreis kommt jedoch zu einem eindeutigen Ergebnis: Die meisten Menschen freuen sich nicht besonders über einen Gutschein. Sie haben das Gefühl – und das oft nicht zu Unrecht – dass Sie dem Schenkenden nicht sehr wichtig sind, wenn der sich schon nicht die Mühe macht, etwas Persönliches auszusuchen. 

Viele Gutscheine werden nie eingelöst

Doch mir geht es hier nicht um den emotionalen Aspekt, sondern um den finanziellen. Fakt ist: Ein sehr großer Teil der Gutscheine wird von den Beschenkten gar nicht erst eingelöst. Und da die meisten Gutscheine ein Ablaufdatum haben, verfallen sie irgendwann ungenutzt. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, denn der Handel wird sich hüten, eine solche Zahl zu veröffentlichen, aber immerhin gibt es Annährungswerte. Einer Umfrage von Blackhawk Network zufolge haben in den USA 51 Prozent der Verbraucher angegeben, schon mindestens einmal einen Gutschein nicht eingelöst zu haben. 

Experten schätzen, dass die Zahl der Gutscheine, die verfallen, im deutlich zweistelligen Bereich liegt. Nehmen wir also einmal an, dass 25 Prozent der Gutscheine nicht eingelöst werden (rein gefühlsmäßig würde ich schätzen, dass die Zahl sogar noch höher ist), dann bedeutet das im Umkehrschluss: Wenn ihr einen Gutschein kauft, dann bezahlt ihr im Schnitt faktisch 100 Euro für ein Produkt oder eine Dienstleistung, die eigentlich nur 75 Euro kostet. Denn die restlichen 25 Euro verfallen ja ungenutzt, rein statistisch natürlich.

Gutscheine sind also eine prima Erfindung – aber nur aus Sicht des Handels. Denn sie verschaffen ihm Umsätze, für die er zu großen Teilen gar keine Gegenleistung erbringen muss. Doch nicht nur das: Verfällt ein Gutschein, muss der Händler für diesen Betrag auch keine Mehrwertsteuer an den Fiskus abführen. Der Handel profitiert also gleich doppelt von den Gutscheinen. Eigentlich schon fast genial!

Ein paar Ausnahmen von der eisernen Regel

Es gibt übrigens ein paar Ausnahmen von meiner eisernen Regel, bloß keine Gutscheine zu verschenken. Manchmal kommt es vor, dass Händler zu Werbezwecken Gutscheine zu einem niedrigeren Preis als zum Gutscheinwert anbieten. Die Elektronik-Kette Media Markt zum Beispiel hat ein paar Jahre lang um die Weihnachtszeit Gutscheine im Wert von 60 Euro für 50 Euro verkauft. Bei solchen Aktionen kann ich nur raten: Kauft so viele Gutscheine wie ihr kriegen könnt! Aber verschenkt sie auf keinen Fall, sondern nutzt sie selbst!

Selbstgebastelte Gutscheine (zum Beispiel für einen gemeinsamen Ausflug ins Grüne oder einmal romantisch Essen gehen) sollt ihr natürlich auch weiterhin verschenken. Denn mit diesen Gutscheinen könnt ihr insgeheim darauf hoffen, dass ihr sie gar nicht einlösen müsst. Nein, nein, das war gerade nur Spaß. Oder vielleicht doch nicht?

Wie ihr euch am besten mit Bargeld im Ausland versorgt

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Auf Auslandsreisen stellt sich immer die Frage, wie man sich am besten und am günstigsten mit Bargeld versorgt. Geld bar wechseln ist meist keine gute Wahl. Denn da ist der Umtauschkurs meist ungünstig. Einen besseren Kurs bekommt man meist, wenn man sich mit einer EC-Karte oder einer Kreditkarte am nächstbesten Geldautomaten zu versorgen. Und praktisch ist es obendrein. Doch Vorsicht: Das kann richtig teuer werden. Im Normalfall wird dann gleich dreifach bei euch abkassiert. Eure eigene Bank nimmt nämlich nicht nur eine Gebühr für die Abhebung an einem fremden Automaten, sondern zusätzlich auch eine Gebühr für den Auslandseinsatz der Karte. Und natürlich möchte auch die Bank vor Ort, die den Geldautomaten betreibt, etwas an euch verdienen und zieht ebenfalls eine Gebühr ab.

Zumindest die Gebühren eurer eigenen Bank könnt ihr euch leicht sparen. Denn zahlreiche Geldinstitute bieten Kreditkarten an, mit denen ihr kostenlos Geld im Ausland abheben könnt. Kostenlos heißt bei den meisten Instituten allerdings, dass ihr zwar keine Gebühren mehr an eure Bank abdrücken müsst, die Gebühr für die Auslandsbank müsst ihr aber trotzdem zahlen. Das hat auch eine gewisse Logik. Denn diese Gebühr stellt die Auslandsbank eurer Bank in Rechnung. Diese holt sich das Geld deshalb nur von euch wieder.

Sogar die Gebühren der ausländischen Bank werden erstattet
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Es gibt jedoch auch Banken, die euch bei dem Einsatz von bestimmten Kreditkarten sogar die Gebühr des ausländischen Automatenbetreibers erstatten. Die Banken nehmen euch diese Kosten also ab und tragen sie selbst. Warum tun sie das? Ich kann nur vermuten, dass sie das unter dem Posten Marketing-Kosten verbuchen – dass sie euch damit als Kunden gewinnen oder bei der Stange halten wollen. Euch soll es nicht stören. Einziger Haken. Diese Art von Kreditkarten gibt es meist nicht umsonst.

Die Commerzbank zum Beispiel bietet solche Kreditkarten im Rahmen ihres Kontomodells „Premium“ an. Besonders praktisch: Kunden erhalten im Rahmen dieses Kontomodells eine Visa-Karte und eine Mastercard. Für beide Karten sind je 25 Bargeldabhebungen pro Jahr im Ausland kostenlos. Insgesamt kannst du also jedes Jahr 50 Mal kostenlos im Ausland abheben. Und hier meine ich: völlig kostenlos. Auch die Gebühr der ausländischen Bank wird erstattet. Der Preis für dieses Kontomodell: 12,90 Euro pro Monat.

Das scheint auf den ersten Blick teuer. Doch wenn ihr euch häufig im Ausland aufhaltet, lohnt sich das allemal. Ihr müsst euch nämlich vergegenwärtigen, dass euch schon eine einzige Abhebung im Ausland in der Regel noch mehr kostet: Für eine Abhebung in Höhe von umgerechnet 200 Euro fallen etwa 6 Euro Gebühren eurer eigenen Bank an. Hinzu kommen noch 1,75 Prozent für den Auslandseinsatz, das sind nochmal 3,50 Euro. Die Fremdbank nimmt dann gerne nochmal umgerechnet um die 5 Euro Gebühren. Summa summarum: Für eine 200-Euro-Abhebung im Ausland fallen locker 14,50 Euro an. Und das ist kein extremes Beispiel, sondern ein Durchschnittswert! Hebt ihr mehr ab, wird es noch teurer. Schon mit einer einzigen Abhebung im Ausland habt ihr also mehr als die monatlichen Kontogebühren wieder reingeholt. 

Manche Geldautomaten im Ausland bieten übrigens einen festen Umtauschkurs an. Wählt diese Option auf keinen Fall. Denn damit fahrt ihr mit großer Wahrscheinlichkeit schlechter als wenn einfach nach dem Tageskurs abgerechnet wird

Die Karte nicht im Laden einsetzen

Es empfiehlt sich auch, alles im Ausland benötigte Geld am Automaten abzuheben und nicht im Geschäft oder dem Restaurant mit der Karte zu bezahlen. Denn im Geschäft würden die 1,75 Prozent Gebühr für den Auslandseinsatz sehr wohl anfallen. Das musste ich nachträglich auf meinem Kontoauszug feststellen, als ich das mal ausprobiert habe. Logisch ist etwas anderes… 

Übrigens sind mit den Kreditkarten noch weitere Vorteile verbunden. Zum Beispiel sind einige sinnvolle Versicherungen enthalten: zum Beispiel eine Reise-Rücktrittsversicherung. Dann bekommt ihr euer Geld erstattet, wenn ihr eine gebuchte Urlaubsreise kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen müsst. Oder, noch wichtiger: Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport nach Deutschland per Flugzeug für den Notfall. So ein Transport kann schon mal locker 30.000 Euro kosten, wenn man ihn selbst zahlen muss. Ich wünsche natürlich keinem, dass er das mal in Anspruch nehmen muss. Aber eine Menge gespart hätte er dann schon.